Gut zu wissen: der öffentliche Netzausbau wird strategisch von SachsenEnergie und unabhängig von einzelnen Kunden entschieden.
Sollten Sie sich für einen Glasfaser-Anschluss von SachsenEnergie entscheiden aber noch keinen besitzen, läuft der Ausbau und Anschluss wie folgt ab:
Schritt 1: Angebot anfordern
Die Kosten für einen Glasfaser-Hausanschluss sind immer von den individuellen Gegebenheiten vor Ort und der Entfernung zum nächsten Glaserkabel abhängig. Es empfiehlt sich bei einem Neubau auch neben Strom und Gas gleich die Kosten für den Anschluss ans Glasfasernetz anzufragen. Wenn Ihre Immobilie in einem unserer Ausbaugebiete liegt – können Sie direkt zu Schritt 2 übergehen.
Schritt 2: Beauftragung
Sie beauftragen uns, den Netzanschluss und die nötige Technik auf Ihrem Grundstück zu errichten. Sollten Sie Anspruch auf einen kostenlosen Anschluss haben, erhalten Sie von uns den Auftrag zur Errichtung eines Glasfaseranschlusses auf dem Postweg. Als Eigentümer senden Sie uns den ausgefüllt und unterschrieben zurück. Wir bestätigen Ihnen den Auftrag und beginnen mit der Planung.
Schritt 3: Planung und Tiefbau
Nun können die Arbeiten für Ihren Glasfaseranschluss in die Wege geleitet werden. Bei der gemeinsamen Begehung stimmen wir mit Ihnen ab, wo der Glasfaseranschluss auf Ihrem Grundstück verlegt, ins Objekt eingeführt und schließlich der Hausübergabepunkt installiert werden soll.
Schritt 4: Erschließung
Vom nächsten Anschlussschacht oder Verteiler aus wird Ihr Haus angeschlossen. Dazu wird das Kabel in das Rohrsystem und durch die Hauseinführung durchgezogen und am Hausübergabepunkt angeschlossen. Hierbei wird das Glasfaserkabel mittels Druckluft in die vorhandene Rohrstrecke bis in Ihr Objekt eingebracht. Der Hausübergabepunkt dient als Netzabschluss.
Schritt 5: Inhouse-Verkabelung
Schritt 6: Inbetriebnahme
Sobald die Inhouse Verkabelung abgeschlossen ist, können Sie bzw. die Mieter unser schnelles Internet bestellen. Mit der Auftragsbestätigung erhalten Sie den verbindlichen Bereitstellungstermin. Hier teilen wir Ihnen mit, ob zur Schaltung ein Techniker zu Ihnen kommt. Wenn Sie einen unserer Router bestellt haben, erhalten Sie diesen rechtzeitig vor dem Termin.
Auf dem Grundstück sind zur Herstellung eines Glasfaseranschlusses Tiefbau-/ und Montagearbeiten sowie die Errichtung einer Gebäudeeinführung notwendig. Vor Beginn der Arbeiten erhält der Grundstückseigentümer einen Vertrag zur Errichtung eines Glasfaseranschlusses mit allen notwendigen Informationen. Vor der Bauausführung erfolgt eine Information durch die beauftragte Ausführungsfirma zu dem Realisierungstermin. Das Grundstück wird grundsätzlich in den ursprünglichen Zustand wieder hergestellt. In Ausnahmefällen werden individuelle Regelungen getroffen.
Während der Bauphase werden in den Informationen Ansprechpartner durch die beauftragte Ausführungsfirma genannt. Grundsätzlich ist aber jederzeit über den Kundenservice eine Weiterleitung Ihrer Anfrage möglich. Vor der Bauausführung erfolgt zusätzlich eine Information durch die beauftragte Ausführungsfirma zu dem Realisierungstermin.
Sollten Sie sich für einen FTTH (Fibre to the Home) -Anschluss entscheiden, wird Ihnen der Glasfaseranschluss direkt bis in Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung verlegt. Das Glasfaserkabel geht direkt in das Anschlussgerät, ohne dass es mit Kupferkabeln überbrückt werden muss. Dies ist die robusteste und schnellste Leitung, die Übertragungsraten von auch mehr als 1 Gbit/s im Download und Upload ermöglicht. Zusätzlich zur Erschließung des Objektes mit dem Glasfaseranschluss, sollte in Mehrfamilienhäusern ab 3 Wohneinheiten das Gebäudeglasfasernetz errichtet werden, denn auch ein schneller Glasfaseranschluss hilft nicht, wenn die Wohnungen nicht durch ein Gebäudeglasfasernetz versorgt sind.
In einem persönlichen Gespräch vor Ort klären wir, wo der Hausanschluss in Ihrem Haus umgesetzt werden kann. Dabei wird besprochen, wo die Glasfaserleitungen auf Ihrem Grundstück verlegt werden. Bei einem separaten Besichtigungstermin wird entschieden, wo die notwendigen Bauteile im Haus installiert werden. Die Arbeiten für die Fertigstellung beginnen mit der Verlegung des Leerrohres von der Grundstücksgrenze bis ins Gebäude. Über ein kleines Loch an der Hauswand und eine Bohrung, meist vom Keller oder Erdgeschoss aus, wird das Kabel ins Gebäude eingeführt. Hierbei wird die Hauseinführung durch eine Fachfirma wasser- und gasundurchlässig abgedichtet. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern wird ein sogenannter Gf-TA (Glasfaser-Teilnehmeranschluss) installiert. Von dort werden Internet und Telefon über die Telefonanschlussdosen in die Wohnräume verteilt. Ab 3 Wohneinheiten werden keine Gf-TA, im Zuge des öffentlichen Ausbaus, mehr gesetzt. Dies geschieht dann, je nach Vertragslage, beim Ausbau des Glasfaser-Gebäudenetzes.
Gemäß Telekommunikationsgesetz müssen bei Neubauten oder umfangreichen Sanierungsarbeiten hochgeschwindigkeitsfähige, passive Netzinfrastrukturen errichtet werden (mit Ausnahme von Einfamilienhäusern). Diesen Vorgaben kann durch die Verlegung von Leerrohren in geeigneter Struktur nachgekommen werden. In diesen Rohren können zu einem späteren Zeitpunkt die Glasfaserkabel eingezogen oder eingejettet werden. Bei Bestandsgebäuden, in denen keine Leerrohrsysteme installiert wurden, gibt es die Möglichkeit, mit Kabelkanälen zu arbeiten oder einen Versorgungsweg auf der Außenwand oder der Gebäudefassade mit Fassadenkabeln zu schaffen.
Das Glasfaser-Gebäudenetz bezieht sich auf das Glasfasernetzwerk, das speziell in Gebäuden verlegt ist. Es ermöglicht die Übertragung von Daten mit hoher Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Auch ein schneller Glasfaseranschluss hilft nicht, wenn Ihr Haus nicht ausreichend durch ein Gebäudeglasfasernetz versorgt ist.
Zusätzlich zur Erschließung des Objektes mit dem Glasfaseranschluss errichtet SachsenEnergie, mit Unterschrift des Vertrages zur Errichtung des Gebäudenetzes, in Mehrfamilienhäusern (ab 3 Wohneinheiten) ebenfalls das Glasfaser-Gebäudenetz. Vom Keller bzw. Technikraum wird die Glasfaserleitung noch weiter in die einzelnen Wohneinheiten verlegt, z. B.: in den Flur. Dort wird dann die Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose installiert (ähnlich der Telefondose oder der koaxialen TV-Dose). An dieser Stelle endet das öffentliche Telekommunikationsnetz.
Die Einzelheiten der Verlegung klären wir mit Ihnen gemeinsam. Für Ein- und Zweifamilienhäuser errichten wir grundsätzlich kein Gebäudenetz. Wenn kein Gebäudenetz gebaut wird, endet der Glasfaseranschluss im Keller oder Erdgeschoss.
Ohne ein dediziertes Glasfaser-Gebäudenetz erfolgt der Glasfaser-Anschluss im Haus in der Regel durch die Verlegung von Leerrohren, um die Entfernung vom Glasfaser-Teilnehmeranschluss zu Ihrer Multimediadose mit Glasfaserkabeln zu überbrücken. Der Leitungsweg sollte vorher ausgiebig inspiziert und geplant werden, damit die Leitungen möglichst zentral in allen Räumen verteilt werden können. Das Leerrohr muss einen Innendurchmesser von mindestens 10 mm aufweisen sowie einer glatten Innenseite ohne Riffelung, um Verkantungen des Glasfaserkabels zu vermeiden. Manchmal ist es notwendig, Löcher in Wände oder Decken zu bohren, um das Glasfaser-Kabel auf kürzestem Weg zwischen Räumen und Etagen zu verlegen. Das Leerrohr für das Glasfaserkabel endet dann in der Multimediadose für Ihren Router.
Sie werden von uns stets auf dem neuesten Stand gehalten und wir werden Sie zeitnah darüber informieren, wann Ihr Wohn- oder Gewerbegebiet mit dem Internet verbunden wird. Bevor das Ortsnetz in Betrieb geht, erhalten Sie eine schriftliche Benachrichtigung, die den genauen Schalttermin enthält. In der Regel erfolgt die Schaltung unmittelbar nach der Inbetriebnahme des Ortsnetzes. Wir lassen Sie nicht im Dunkeln und sorgen dafür, dass Sie schnellstmöglich mit dem Internet verbunden werden.