In seinem Jahresbericht Die Energieversorgung 2025 hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) etliche interessante Informationen zusammengetragen, zum Beispiel zum Energieverbrauch in Deutschland, dem Strom-Mix, den CO2-Emissionen der Energiewirtschaft und den wichtigsten Erdgasbezugswegen.
Weniger Strom-, mehr Gasverbrauch
Erwartungsgemäß sind im Jahr 2025 die Investitionen in die Netzinfrastruktur wieder deutlich gestiegen (siehe Grafik). Der Stromverbrauch ist im vorigen Jahr leicht zurückgegangen. Der Gas- und Fernwärmeverbrauch hingegen stieg wegen der etwas kühleren Temperaturen während der Heizperiode; 2025 wurde voraussichtlich 3,6 % mehr Erdgas verbraucht als im Vorjahr. Seitens der Industriezweige, die besonders viel Erdgas einsetzen, nahm die Gasnachfrage im ersten Quartal 2025 zwar zu, ab dem zweiten Quartal jedoch wieder ab.
Erneuerbare Energien lieferten 56 % des Stroms
Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch stieg erneut und betrug voriges Jahr 56 %, und dies trotz eher ungünstiger Witterungsbedingungen. Wind- und Wasserkraft gingen leicht zurück. Allerdings wurde deutlich mehr Strom in Photovoltaik-Anlagen erzeugt als im Jahr zuvor.
Rückläufige CO2-Emissionen im Energiesektor
Die energiebedingten CO2-Emissionen waren 2025 rund 1 % niedriger (etwa 6 Mio. t weniger). Bereinigt um Witterungs- und Lagerbestandseinflüsse ergibt sich laut BDEW eine Minderung der Emissionen von ca. 2 % gegenüber 2024.
Norwegen ist Deutschlands bedeutendster Erdgaslieferant
Norwegen ist der mit Abstand größte Lieferant von Erdgas für Deutschland. Rund 45 % unseres Erdgases kommen aus dem skandinavischen Land (Stand Ende November 2025). Die Importe an den deutschen LNG-Terminals sind gegenüber 2024 um mehr als ein Drittel angestiegen. Rund 95 % der LNG-Lieferungen kamen 2025 aus den USA (ca. 93 Mrd. kWh).
Der durchschnittliche Strompreis bei Neuabschlüssen für kleine bis mittlere Industriebetriebe beträgt für 2026 derzeit 16,0 ct/kWh. Das entspricht einem Rückgang von 1,6 ct/kWh gegenüber dem Vorjahreswert, was mit dem Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten und mit einem Rückgang der Beschaffungskosten zu erklären ist.
Bei Industriekunden mit einem Verbrauch von 20 bis 70 Mio. kWh/a waren die Preise im Jahr 2025 im Durchschnitt niedriger (15,8 ct/kWh) als im Vorjahr (17,0 ct/kWh). Die große Industrie (70 bis 150 Mio. kWh/a) musste im Durchschnitt 2025 etwas mehr für Strom zahlen als früher, und zwar 14,5 statt 14,1 ct/kWh. Zahlen für 2026 lagen dem BDEW für diese Kundengruppen bei der Berichtserstellung noch nicht vor.
Die Steuern und Abgaben haben sich mit Wegfall der EEG-Umlage stark reduziert, sie liegen 2026 mit 2,48 ct/kWh aber etwas über den Werten von 2024 und 2025.
René Schuster ist seit 2018 Energy Market und Trading Expert im Sales Trading der SachsenEnergie AG.
Worauf reagiert der Erdgas- und der Strommarkt? Warum sind die Strompreise so volatil? René Schuster, Energy Market und Trading Expert im Sales Trading der SachsenEnergie AG, erläutert Einflussfaktoren und zeigt auf, wie sich die Märkte für Strom und Erdgas in den letzten Jahren verändert haben.
Herr Schuster, Europa bezieht heute nur wenig Erdgas aus Russland, die Mehrheit der EU-Nationen möchte die russischen Erdgasimporte spätestens Ende 2027 beenden. Konnten wir uns erfolgreich aus der Abhängigkeit lösen?
Schuster: Aus der Abhängigkeit von Russland konnten wir uns weitgehend befreien. Europas Erdgas kommt nun überwiegend aus anderen Nationen; Hauptlieferant ist Norwegen mit etwa 89 Mrd. m³ im Jahr 2025. An zweiter Stelle und mit 81 Mrd. m³ schon dicht dahinter sind die LNG-Importe aus USA, das sind etwa 57 % des in die EU gelieferten LNGs. Das wiederum heißt aber, dass wir einen neuen, großen, nichteuropäischen Erdgas-Lieferanten haben – und einen sehr unberechenbaren, wie uns zum Beispiel die Gespräche zu Grönland im Januar gezeigt haben. Es kann sein, dass uns auch diese Lieferbeziehung irgendwann vor Probleme stellt. Nicht umsonst hat das IEEFA (Institute for Energy Economics & Financial Analysis) kürzlich in einem Web-Artikel vor einer neuen Abhängigkeit gewarnt.
Was bringt der verstärkte Bezug von LNG in Europa und auch in Deutschland noch an Änderungen mit sich?
Schuster: Positiv ist, dass der LNG-Markt globale Lieferbeziehungen unabhängig von Pipelines erlaubt. Das schafft Wettbewerb und das Angebot wächst. In Nordamerika zum Beispiel werden die Kapazitäten ausgebaut. Zugleich bringt die Beschaffung am LNG-Markt aber das Risiko mit sich, dass sich Geschehnisse irgendwo auf der Welt spontan im Marktpreis widerspiegeln. Beispielsweite hatten Streiks auf Bohrplattformen vor Australien bei uns den Preis kurzfristig massiv ansteigen lassen. Wir haben es also mit anderen Einflussfaktoren zu tun als früher, als der größte Teil unseres Erdgases über Pipelines kam und durch langfristige Verträge gesichert wurde.
Die Füllstände der deutschen Erdgasspeicher sind diesen Winter deutlich niedriger als in den Vorjahren. Warum ist das so? Und sehen Sie hierin ein Risiko?
Schuster: Die geringen Füllstände sind darin begründet, dass für diesen Winter neue, niedrigere Füllstandvorgaben galten. So wollte die Regierung vermeiden, dass die Erdgaspreise aufgrund von Marktspekulationen im Sommer in die Höhe gehen. Marktseitig gab es jedoch keine Anreize, Erdgas einzuspeichern, das Gas war im Sommer dennoch zu teuer, sodass die Füllstände zum 1. November auf einem historischen Minimum lagen. Dies und ein kalter Start in den Winter sorgten dafür, dass die Füllstände in Deutschland bereits am 21. Januar unter die 40-Prozent-Marke gefallen sind. Das Gas wird aber sicherlich über den Winter reichen, zumal wir ja weiterhin Erdgas kaufen können. Je nachdem, wie kalt es bis zum Frühling wird, werden wir vermutlich mit einem Füllstand der Speicher von zehn bis gut 20 Prozent aus der Heizperiode kommen.
Brauchen wir neue Anreize, die Gasspeicher zu füllen?
Schuster: Es könnte sinnvoll sein, seitens der Politik Anreize zu schaffen. Denn heute möchte niemand Gasspeicher füllen, wenn die Erlöse im Winter geringer sind als die Erdgaspreise im Sommer. Ähnlich sieht dies INES (Initiative Energien Speichern e.V.). In ihrer Pressemeldung vom 20. Januar heißt es: ‚In einem integrierten EU-Binnenmarkt ist ein rein wettbewerblicher Ansatz für Gasspeicher in Deutschland nur bedingt tragfähig, wenn Nachbarländer ihre Speicherbewirtschaftung regulativ absichern.‘
Lassen Sie uns bitte auch den Strommarkt betrachten. Voriges Jahr gab es so oft negative Strompreise an der Börse wie nie zuvor. Was war der Grund?
Schuster: Ja, 2025 gab es an 573 Stunden negative Strompreise, das war ein neuer Rekord. Durch den Zuwachs an PV-Anlagen und Windparks hat der Anteil der Erneuerbaren am Strom-Mix in den letzten Jahren zugenommen. In den Sommermonaten steht tagsüber sehr viel Sonnenstrom zur Verfügung – oft mehr als gebraucht wird. Das führt zu negativen Preisen als Anreiz, durch einen höheren Verbrauch Stromangebot und -nachfrage wieder in die Balance zu bringen. Viele Unternehmen profitieren davon, wenn ihr Verbrauch in den Tagesstunden liegt.
Im Durchschnitt haben sich die Strompreise an der Börse aber nur wenig verändert. Was sind die preisbestimmenden Faktoren?
Schuster: Maßgeblich sind der CO2- und insbesondere der Erdgaspreis. Die Stromerzeugung in Gaskraftwerken ist die Technologie an der Grenze der Merit Order, die den Preis setzt. Früher war das Kohle, denn Kohlekraftwerke haben bei einem schwachen Stromangebot im Markt schnell die Angebotslücke geschlossen. Derzeit übernehmen diese Rolle die Gaskraftwerke.
Wie hat sich das Handelsgeschehen in den letzten Jahren insgesamt verändert?
Schuster: Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat das Interesse am Börsenhandel – prozentual betrachtet – etwas nachgelassen und bilaterale OTC-Geschäfte (Over The Counter) haben an Bedeutung gewonnen. Es wird zudem jetzt langfristiger eingedeckt. Ein Grund mag sein, dass langfristige Geschäfte eine deutlich bessere Kalkulationsbasis liefern als die volatilen Preise am Day-Ahead- und Intraday-Markt.
Seit der Einführung des Monitoringberichts im Zuge der EnWG-Novelle 2005 liefert der Report Impulse für den Wettbewerb und die Versorgungssicherheit. Der aktuelle Bericht analysiert die Daten aus dem Jahr 2024 und teilweise auch von 2025 und zeigt Veränderungen auf.
Haushaltskunden sind sehr wechselwillig
Die Auswertungen belegten die hohe Wechselbereitschaft der Stromkunden und -kundinnen: Etwa 7,1 Millionen Menschen wählten 2024 einen neuen Anbieter, 18 % mehr als im Vorjahr. Im Gasmarkt wechselten im Jahr 2024 rund 2,3 Mio. Haushalte (2023: 1,8 Mio.). „Die Zahlen zeigen, dass Verbraucher heute mehr Möglichkeiten denn je haben, den für sie passenden Tarif auszuwählen“, so Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Ab 2025 sind Stromlieferanten übrigens verpflichtet, den Haushaltskunden mindestens einen dynamischen Tarif anzubieten.
Preisentwicklung für Haushalt und Industrie/Gewerbe
Die Preise für Strom zeigten im Frühjahr 2025 eine gewisse Entspannung. Haushalte zahlten etwa 40,1 ct/kWh für ihren Strom, das sind 4 % weniger als im Jahr zuvor. Erdgas kostete mit durchschnittlich 12,13 ct/kWh rund 3 % weniger. Für die Industrie- und Gewerbekunden sanken die Preise ebenfalls. Der Strompreis lag rund 6 % niedriger als ein Jahr vorher und im Gasbereich ging der Preis ebenfalls runter. (ggf. streichen)
Handelsvolumina haben deutlich zugenommen
Das Handelsvolumen in der Day-Ahead-12-Uhr-Auktion stieg 2024 um ca. 22 % auf rund 297 TWh; der Intraday-Markt verzeichnete einen Zuwachs um 21 % auf 126 TWh. Noch größer war die Zunahme im Terminmarkt: Im börslichen Terminhandel kam es zu einem Volumenanstieg von über 87 % gegenüber dem Vorjahr; das börsliche Handelsvolumen für German Power Futures betrug 3.170 TWh im Jahr 2024. Auch die außerbörslichen, über Brokerplattformen vermittelten Handelsvolumina legten zu.
20 Jahre Energiewende – Siegeszug der Erneuerbaren
Seit 2005 hat sich der Energiemix deutlich verschoben. Waren früher fossile Energieträger und Atomkraft wichtige Pfeiler der Stromproduktion, sind es heute die Erneuerbaren. Im Rahmen des Kohleausstiegs und aufgrund der niedrigen Gasgroßhandelspreise ging die Stromproduktion aus Braunkohle 2024 um 9 %, die aus Steinkohle sogar um 30 % gegenüber dem Vorjahr zurück. In Erdgaskraftwerken wurden mit 67,5 TWh 7,1 % mehr als ein Jahr zuvor erzeugt. Hier wirkten sich offensichtlich die niedrigeren Erdgas-Großhandelspreise aus und vermutlich die Tatsache, dass Gaskraftwerke schneller auf Nachfrageschwankungen reagieren können als Kohlekraftwerke. Erhebliche Zuwächse waren 2024 bei der Stromproduktion aus Solarenergie (+18,6 %), Wasserkraft (+13,3 %) und Offshore-Wind (+9,4 %) zu verzeichnen. Wegen des windarmen Herbstes 2024 ging der Ertrag aus Onshore-Windparks um 3,3 % zurück.
Steigende Investitionen in die Übertragungsnetze
Über den Zwanzig-Jahre-Zeitraum seit 2005 betrachtet stieg der Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch von 10 % (2005) auf rund 54 % im Jahr 2024. Im gleichen Zeitraum sank der Bruttostromverbrauch um ca. 16 %. Das gesetzlich verankerte Ziel, bis 2030 einen Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 80 % zu erreichen, bleibt im Fokus. Damit dies möglich ist, schreitet der Netzausbau voran: Die Investitionen der Übertragungsnetzbetreiber beliefen sich 2024 auf rund 16,5 Mrd. Euro (2023 waren es 8,7 Mrd. Euro, 2005 gerade einmal 643 Mio. Euro).
Mit rund 21,4 Mrd. Euro im Jahr 2025 überstiegen die Erlöse aus dem Emissionshandel die des Vorjahres um ca. 2,9 Mrd. Euro, wie die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (UBA) berichtet. Die gesamten Erlöse fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). „Der Emissionshandel hat sich zum zentralen sektorübergreifenden Klimaschutzinstrument entwickelt. In Kombination mit weiteren wirkungsvollen Maßnahmen setzt die CO2-Bepreisung entscheidende Impulse für den klimaschonenden Umbau unserer Gesellschaft“, so der UBA-Präsident Dirk Messner in der Pressemeldung des Amtes vom 7. Januar 2025. Einnahmen aus dem Emissionshandel flössen unter anderem in die Dekarbonisierung der Industrie, die energetische Gebäudesanierung, den Ausbau der erneuerbaren Energie und Elektromobilität. „Auf diese Weise schafft der Emissionshandel den notwendigen Dreiklang aus ambitioniertem Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit“, stellt Messner fest.
Gesamteinnahmen 2025 über dem Vorjahresniveau
Im Europäischen Emissionshandel (EU-ETS 1) für Treibhausgasemissionen aus Energieanlagen und energieintensiven Industrieanlagen, dem innereuropäischen Luftverkehr und dem Seeverkehr wurden 2025 Auktionserlöse von rund 5,4 Mrd. Euro erzielt (Vorjahr 5,5 Mrd. Euro). Erheblich gestiegen sind hingegen die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung im nationalen Emissionshandel (nEHS): Sie betrugen statt 13 Mrd. Euro (2024) sogar 16 Mrd. Euro. Der nEHS ist ein Instrument für die Emissionen, die vom EU-ETS 1 nicht erfasst werden, bisher gültig für die Bereiche Wärme und Verkehr.
Die Zahl der versteigerten Emissionsberechtigungen (EUA) im Rahmen des EU-ETS 1 sank für Deutschland von 85 Mio. (2024) auf 73,5 Mio. (2025), der Auktionspreis lag mit annähernd 74 Euro über dem Wert von 65 Euro. Damit war der Preis auch höher als im nationalen Emissionshandel (nEHS), wo bisher Festpreise galten. Wer 2025 für das Vorjahr nationale Emissionszertifikate (nEZ) nachkaufte, zahlte 45 Euro und für die 277 Millionen nEZ, die für 2025 an der Börse verkauft wurden, betrug der Preis 55 Euro pro Stück. Die Zertifikatkäufe für 2025 machten 15,2 Mrd. Euro aus, die Nachkäufe für 2024 ca. 0,8 Mrd. Euro.
Preiskorridor für nationale Emissionszertifikate im Jahr 2026
Im Jahr 2026 werden nEZ erstmals in einem Preiskorridor versteigert. Dessen Untergrenze sind 55, die Obergrenze 65 Euro. Der im Jahr 2023 beschlossene Europäische Emissionshandel für Brennstoffe (EU-ETS 2) soll die nEHS größtenteils ablösen, allerdings frühestens ab 2028 anstatt ab 2027, wie ehemals geplant. Denn einige EU-Mitgliedstaaten hatten Bedenken, dass ein zu schneller Einstieg die Belastung für einkommensschwache Haushalte erhöhen könnte. Somit gelten laut der Deutschen Emissionshandelsstelle im Zeitraum 2024 bis 2027 parallel zur Berichtspflicht im EU-ETS 2 weiterhin die Berichts- und Abgabepflichten im nEHS gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz.
Sobald die Verschiebung des EU-ETS 2 formal in Kraft ist, möchte die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt ihre EU-ETS-2-Website überarbeiten. Mit dieser Aktualisierung wird hoffentlich auch dargelegt, ob sich der Preis im nEHS nach 2026 frei bilden kann (soll), wie ursprünglich festgelegt, oder ob andere Preisbildungsmechanismen greifen, zum Beispiel ein Preiskorridor wie in diesem Jahr.
Aufgrund der Verschiebung verlören wir auf europäischer Ebene ein Jahr für wirksame Preissignale, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) in seiner Web-Veröffentlichung vom 13. November 2025. Auch national führe die Verschiebung zu Unsicherheiten über die künftige Ausgestaltung und damit den Rahmenbedingungen für die Transformation von Wärme und Verkehr. Warum der BDEW für den Emissionshandel im Jahr 2027 Klärungsbedarf sieht und wie der Verband die aktuelle Regelung zur Bepreisung der Zertifikate interpretiert, lesen Sie hier.
Industrie- und Großbatteriespeicher: Flexibilität wird wertvoll
„Sinkende Kosten für Batteriespeicher und zunehmend volatilere Strompreise sorgen dafür, dass Speicher heute viel wirtschaftlicher sind als noch vor ein paar Jahren“, stellt Sören Unland fest. Er ist Produktmanager bei SachsenEnergie mit Schwerpunkt Batteriespeicher.
Mögliche Mehrwerte schaffen Industrie- und Großbatteriespeicher zum Beispiel durch:
- Effizientere Nutzung von selbst erzeugten Stroms
- Verringerung der zu zahlenden Netzentgelte und Stromkosten
- Erlöse durch Handel an der Strombörse oder Bereitstellen von Regelenergie
- Flexibilitätsvermarktung
Wenn wir aber nun einmal die Perspektive vom Betreiber eines Speichers zum Netzbetreiber wechseln, wird klar, dass Batteriespeicher nicht automatisch zu einer Entlastung des Netzes beitragen. Entscheidend sei, wie sie im Betrieb, im Markt und im Netz wirken. „Marktdienlich heißt nicht gleichzeitig netzdienlich“, bemerkt Unland hierzu. So könne beispielsweise eine Beladung des Speichers aus dem Netz zu einem Zeitpunkt niedriger Strompreise für den Betreiber des Speichers wirtschaftlich attraktiv sein und potentiell trotzdem belastend auf das Netz wirken, wenn im lokalen Netzgebiet Engpässe bestehen.
Potentialanalyse von Profis
Die vielen Einflussfaktoren – Rahmenbedingungen und projektspezifische Sachverhalte – bedürfen einer energiewirtschaftlichen Fachanalyse, um daraus wirtschaftliche Potentiale abzuleiten. Hier hilft die Arbeit von Unland und seinem Team. Die Expert:innen können mit einer Bewertungs- und Planungsleistung anhand von historischen Daten zeigen, welche Wirkung ein Speicher im bzw. für das Unternehmen gehabt hätte. Daraus lässt sich ableiten, ob ein tragfähiger Business Case entsteht. Nutzen Sie die Expertise des Teams und lassen Sie sich dabei unterstützen zu verstehen, ob ein Industrie- oder Großbatteriespeicher für Ihre Organisation sinnvoll ist und welche Eigenschaften bzw. Leistung sie haben sollte. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an Batteriespeicher@sachsenenergie.de.
SachsenEnergie ist zudem offen für Partner, z.B. Industriekunden, mit denen wir in Gebieten mit begrenzten Netzanschlüssen gemeinsam Projekte entwickeln und eine Ladeinfrastruktur für Elektro-PKW und -LKW aufbauen können. Sprechen Sie uns an. Unsere Mail-Adresse lautet Energiespeicher@SachsenEnergie.de.
In der Energiegemeinde Zeithain im Landkreis Meißen betreibt SachsenEnergie bereits mehrere Solarparks mit etwa 6,2 MWpeak (Bild). Nun errichtet SachsenEnergie am Gewerbegebiet Zeithain ein weiteres Solarkraftwerk mit 20 MWpeak Stromleistung. Dieses soll später um einen 90-MWh-Batteriespeicher ergänzt werden. Der Speicher wird Erzeugung und Einspeisung des Stroms ins Netz entkoppeln, damit das gesamte Projekt netzneutral wirkt. Jens-Patric Hirtz, Leiter des Geschäftsfelds NaturKraft bei SachsenEnergie, betont, das Projekt sei wirtschaftlich optimiert, netzverträglich und an einem strategisch geeigneten Standort. Die Bauarbeiten für die neuen PV-Anlagen haben bereits begonnen.
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