Sonnenenergie direkt für unsere Region: Mit eigenen Freiflächen-Photovoltaikanlagen erzeugen wir erneuerbaren Strom und bringen ihn in unser Netz.
Photovoltaik ist heute ein wichtiger Bestandteil der Stromerzeugung in Deutschland. Ende 2025 waren laut Bundesnetzagentur bundesweit Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 117 Gigawatt installiert.
Auch wirtschaftlich spielt Photovoltaik eine wichtige Rolle: Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie an Land zählen bei neu errichteten Anlagen zu den Technologien mit den niedrigsten Stromgestehungskosten in Deutschland. Das zeigen Berechnungen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.
SachsenEnergie verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei der Entwicklung und dem Betrieb von Photovoltaikanlagen. Um den Ausbau zügig voranzutreiben, hat das Unternehmen Anfang 2024 den sächsischen Solarexperten SunStrom GmbH übernommen, der bereits mehr als 5.000 Solarstromanlagen auf Dächern und Freiflächen realisiert hat.
In Dresden zeigt SachsenEnergie: Auch die Großstadt kann einen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten. Auf dem Gelände einer ehemaligen Abfalldeponie hat SachsenEnergie Solarmodule mit 2,05 Megawatt installierter Spitzenleistung aufgebaut. Die erwartete Stromerzeugung entspricht rechnerisch dem Jahresstrombedarf von rund 1.000 Haushalten bei einem angenommenen Verbrauch von 2.000 Kilowattstunden pro Haushalt.
Ob bei Leichtathletik oder American Football: Dresden gewinnt immer in diesem Multifunktionsstadion – und zwar Strom aus erneuerbaren Energien. Auf dem Dach der Südtribüne betreiben wir eine der größten Photovoltaikanlagen der Stadt. Die Module, die unsere Tochter SunStrom installiert hat, decken einen Großteil des Strombedarfs des Heinz-Steyer-Stadions.
Unsere Solarparks in Zeithain sind direkt dort, wo viel Energie gebraucht wird: am Industriebogen Meißen mit seinen vielen Unternehmen aus energieintensiven Bereichen wie der Stahl- oder Chemiebranche. Hier betreibt SachsenEnergie drei Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 26,2 MWp.
In Dohna am Rande des Osterzgebirges betreiben wir seit 2016 eine zwei Hektar große Photovoltaikanlage. Am Rande der historischen Altstadt gelegen, zählt sie wohl zu den idyllischsten Anlagen der SachsenEnergie. Mit einer Nennleistung von rund 2 MWp leistet sie aber vor allem einen Beitrag zur Stromversorgung der sächsischen Stadt.
Wir möchten unser Photovoltaik-Portfolio weiter ausbauen. Deshalb suchen wir nach geeigneten Flächen und entwickelten Projekten:
Grundstücke für Freiflächen-Photovoltaik:
Wir suchen Flächen ab 5 Hektar (Pacht oder Kauf) für den Bau von Anlagen. In Frage kommen z.B. Acker- und Grünlandflächen mit geringem Ertrag. Auch Flächen entlang von Autobahnen oder Gleisen sowie ehemals militärisch genutzte Grundstücke bieten sich an.
Photovoltaik-Projekte:
Wir sind sowohl am Kauf bestehender Anlagen als auch an Projekten in der Entwicklungsphase interessiert. Sie haben bereits Baurecht? Wunderbar! Wir sind aber auch offen für Projekte mit einer signifikanten Anzahl an gesicherten Flächen, für die noch kein Baurecht besteht.
Anhand verschiedener Kriterien prüfen wir die Anfragen der Grundstückseigentümer und bewerten die Flächen hinsichtlich ihrer Eignung für die Entwicklung von Photovoltaik-Projekten. Dabei spielt vor allem der Zugang zum Verteilnetz eine wichtige Rolle.
Das Nutzungsrecht an den Flächen sichern wir uns durch langfristige Pachtverträge. Auf diese Weise können wir unsere Anlagen rechtssicher entwickeln und betreiben. Als Gegenleistung erhalten Grundstückseigentümer wettbewerbsfähige und kalkulierbare Pachtzahlungen – und das bereits ab Unterschrift des Vertrages.
Wir steuern die komplette Projektentwicklung selbst – von der Auswahl passender Komponenten über die Genehmigungsplanung bis hin zum bewilligten Bauantrag. Dabei spielt für uns von Beginn an die Kommunikation mit Anwohnenden und Kommunen eine wichtige Rolle.
Sobald die Baugenehmigung vorliegt, beteiligen wir uns an der EEG-Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Wenn der Zuschlag erteilt ist, beginnt der Bau – immer in enger Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer. Dabei werden keine Fundamente in den Boden eingebracht. Die Ständer der Modultische werden ausschließlich gerammt.
Die Anlagen werden über den gesamten Lebenszyklus von der SachsenEnergie selbst betrieben. Dazu gehören auch die Wartung und die Instandhaltung. Gerne beauftragen wir örtliche Landwirtschaftsbetriebe mit der regelmäßigen Mahd.
Wenn die Anlagen ihre Lebensdauer überschritten haben, können wir sie modernisieren und langfristig weiter betreiben. Auch ein kompletter Rückbau ist möglich. Dabei demontieren wir die Anlagen so, dass die Flächen wieder uneingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden können.
Wo aus erneuerbaren Quellen Strom entsteht, profitiert auch die Region. Das sächsische Ertragsbeteiligungsgesetz sieht für Anlagen ab einer installierten Leistung von einem Megawatt eine finanzielle Beteiligung der Gemeinden vor, auf deren Gebiet die Anlagen errichtet werden. Die Zahlungen erfolgen über die Betriebsdauer der Anlagen.
So können Jahr für Jahr mehrere Zehntausend Euro in die Region fließen. Geld, das vor Ort viel bewegen kann: Vereine stärken, Freizeitangebote ermöglichen, kommunale Infrastruktur verbessern oder neue Projekte für ein lebenswertes Miteinander unterstützen.
Für uns steht die langfristige Entwicklung der Regionen, in denen wir tätig sind, im Mittelpunkt. Deshalb sorgen wir dafür, dass ein spürbarer Teil der Wertschöpfung vor Ort bleibt. So vergeben wir Aufträge bevorzugt an regionale Partner – etwa während der Bauphase. Gerne beauftragen wir auch örtliche Landwirtschaftsbetriebe mit der Mahd unter den Solarmodulen.
Erneuerbare Energien-Projekte bringen nicht nur Geld in die Gemeindekassen – sie können auch für die Menschen in der Umgebung einen persönlichen finanziellen Vorteil bedeuten. Dafür müssen Kommune und Betreiber eine Vereinbarung treffen, die eine Beteiligung für Einwohnerinnen und Einwohner vorsieht. Verschiedene Modelle sind möglich. Welches im konkreten Fall infrage kommt, entscheidet sich, nachdem die Genehmigung vorliegt – je nach Wirtschaftlichkeit des Projekts und weiteren Rahmenbedingungen.
Von der Planungsphase an, arbeiten wir eng mit den Kommunen zusammen und setzen auf Bürgerbeteiligung und Transparenz. Denn wir wissen: Die Energiewende für die Menschen vor Ort geht nur mit den Menschen vor Ort.
Der Ausbau der Solarenergie allein auf Dachflächen sowie auf bereits versiegelten Flächen reicht nicht aus, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen. Wegen der Bedeutung der PV-Freiflächenanlagen für die Energiewende hat die Bundesregierung für PV-Freilandflächen das EEG um die „Länderöffnungsklausel“ (§ 37c Abs. 2 EEG) erweitert. Demnach dürfen die Bundesländer per Rechtsverordnung „benachteiligte Gebiete“ für Photovoltaik-Freiflächenanlagen freigeben. Die Sächsische Staatsregierung hat mit dem fortgeschriebenen Energie- und Klimaprogramm Sachsen 2021 (EKP 2021) festgelegt, dass die Länderöffnungsklausel in Sachsen umgesetzt werden soll. Seit In-Kraft-Treten der entsprechenden Photovoltaik-Freiflächenverordnung (PVFVO) am 23. September 2021 können Acker- oder Grünlandflächen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten im Sinne des EEG künftig für Photovoltaik-Freiflächenanlagen genutzt werden.
Bei der Errichtung der Solarparks sind verschiedene umweltfachliche Mindeststandards zu erfüllen, die einerseits bereits im EEG verankert sind und andererseits von Umweltverbänden und Genehmigungsbehörden gefordert werden. Dazu haben sich auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) auf Kriterien für naturverträgliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen verständigt, die bei der Planung unserer Anlagen beachtet werden.
Beispielsweise werden die Flächen zwischen und unter den Modulreihen untergrünt, sodass eine geschlossene Vegetationsdecke entsteht. Weiterhin erfolgt oftmals die Anlage von Blühstreifen in den von Bebauung freizuhaltenden Abstandsflächen.
Zu den Mindeststandards gehört es ebenso:
- Arten, Lebensräume, Biotopverbundstrukturen und gesetzlich geschützte bzw. wertvolle Biotope zu schützen,
- Wälder, Gehölze und Baumbestände entsprechend ihrer landschaftsprägenden und kulturlandschaftlichen Eigenart zu erhalten,
- Feldhecken als Biotop-Verbindungsfläche und Flurelement zum Siedlungsraum anzulegen,
- und Gewässer und Gewässerrandstreifen nicht zu beanspruchen.
Darüber hinaus sind ggf. ergänzende Artenschutzmaßnahmen zu beachten. Dies sind regelmäßig umzusetzende Vermeidungsmaßnahmen wie Einschränkungen in der Bauzeit der Anlage oder bei der Pflege der Grünflächen.
PV-Freiflächenanlagen planen wir möglichst außerhalb ökologisch hochwertiger oder geschützter Flächen. Bevorzugt berücksichtigen wir bereits versiegelte oder vorbelastete Flächen, zum Beispiel Parkplätze, Altlastenstandorte, Deponien, Halden, stillgelegte Tagebau- oder Konversionsflächen sowie Flächen entlang von Autobahnen.
Auch landwirtschaftliche Flächen kommen für Photovoltaik infrage. In Sachsen können unter bestimmten Voraussetzungen auch Acker- und Grünlandflächen in sogenannten „benachteiligten Gebieten“ für Photovoltaik-Freiflächenanlagen genutzt werden.
Photovoltaikanlagen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von mehr als 30 Jahren. Wenn die Anlagen ihre Lebensdauer überschritten haben, bauen wir sie komplett zurück. Dabei demontieren wir die Anlagen so, dass die Flächen wieder landwirtschaftlich genutzt werden können.
Hier finden Sie eine aktuelle Auswahl an interessanten Studien, Artikeln und Informationsmaterialien.
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