Bedrohte Schifffahrtswege, eingeschränkte Gasförderung und Turbulenzen an den Energiebörsen: Auf dieser Seite ist zusammengefasst, was man in diesem Zusammenhang wissen sollte.
Wie sicher ist mein Energiepreis? Diese Frage stellen sich viele Kunden von SachsenEnergie aufgrund des Krieges im Nahen Osten. Die Versorgung mit Erdgas und mit Erdöl aus dieser Region ist von dem Konflikt teilweise stark betroffen. Hier haben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt, welche uns zu dem Thema erreichen.
Aktuell nicht. Die Versorgung in Deutschland ist stabil. Wir beziehen Gas aus verschiedenen Quellen und verfügen über Speicher. Von unseren Vorlieferanten haben wir bislang keinerlei Hinweise auf mögliche Lieferengpässe oder Einschränkungen erhalten. Unser Portfolio an Lieferanten ist breit und diversifiziert aufgestellt.
Energie wird global gehandelt. Konflikte im Nahen Osten beeinflussen Angebot und Transportwege. Das führt zu höheren Weltmarktpreisen. SachsenEnergie kauft die von ihren Privatkunden benötigten Mengen an Strom und Erdgas bis zu drei Jahre im Voraus ein. Dies tun wir in kleineren Mengen, bei verschiedenen Lieferanten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Auf diese Weise wird das Risiko von Preisschwankungen maximal gestreut. Dank dieses Vorlaufs hat SachsenEnergie die Mengen für 2026 sowie größtenteils für 2027 fast vollständig zu moderaten Preisen für die Kundinnen und Kunden gesichert. Für diese beiden Jahre können die Preise voraussichtlich weitgehend stabil gehalten werden.
Im Gegensatz zur Situation 2022 nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine droht absehbar kein kritischer Mangel an Erdgas. Auch die Preisturbulenzen an den Energiebörsen haben bislang nicht das extreme Ausmaß von 2022 angenommen. Trotzdem spüren die Fachleute bei SachsenEnergie, dass weltweit die Energiepreise anziehen. Durch den Krieg im Nahen Osten werden kurz- und mittelfristig viele Dinge teurer. Deshalb analysieren unsere Experten sehr genau die Entwicklung an den Großhandelsmärkten, die Speicherstände, wieviel Flüssiggas ankommt und was die Politik an Unterstützung plant. Mit einer langfristigen, bewährten und durchdachten Einkaufsstrategie kann SachsenEnergie länger als einige andere Anbieter die Preise stabil halten.
Der Energieeinkauf für Fernwärme erfolgt mit weniger Vorlauf als bei Erdgas für private Endverbraucher. Trotzdem lagen die Kosten zum Einkaufszeitraum deutlich unter den zeitweise zu beobachtenden Preisspitzen. Bei dem im Laufe des Frühjahrs anstehenden Einkauf für die Sommermonate müssen geringere Mengen als für den Winter geordert werden. Durch diese zeitliche Staffelung lassen sich ähnliche Verwerfungen wie 2022 mit großer Wahrscheinlichkeit von den Kunden abwenden. Der Teil der Kunden, welche sich für das Jahresfestpreissystem der Fernwärme entschieden haben, profitieren von dieser Wahl.
Europa ist robuster, resilienter und diverser aufgestellt als 2022. Eine Gasmangellage und Energiekrise wie nach dem Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs ist nicht absehbar. Die Versorgungssicherheit darf als gesichert betrachtet werden. Deutschland kann sich jedoch nicht von den Entwicklungen auf den globalen Märkten abkoppeln. Die Störung des Schiffsverkehrs über die Straße von Hormus und die bis zu fünf Jahre nachwirkenden Schäden an der Erdgasinfrastruktur dürften sich nachhaltig preissteigernd auswirken. Ebenso die Konkurrenz um Flüssiggas mit Asien sowie die erwartbar höheren Kosten für die anstehende Winterbefüllung der Gasspeicher.
Der Frühling bewirkt, dass die Strompreise aufgrund einer hohen Einspeisung von Sonnen- und Windstrom um die Mittagszeit an Werktagen zeitweise auf null Cent fallen. Der Anteil von regelmäßig über 50 Prozent Erneuerbaren Energien am Strommix hilft in dieser Situation, den Anstieg des Strompreises aufgrund der Teuerungen beim Erdgas deutlich in Grenzen zu halten. Gleichzeitig wird durch die Orientierung des Strompreises am Gasmarkt sichergestellt, dass die gestiegenen Beschaffungskosten gleichmäßig verteilt werden.
Trotz der derzeit steigenden Großhandelspreise am Energiemarkt – ausgelöst durch den Krieg im Nahen Osten – bleiben wir bei unserer Preissenkung. Der Grund dafür: Wir haben einen großen Teil des benötigten Erdgases bereits frühzeitig und langfristig eingekauft. Diese vorausschauende Einkaufsstrategie wirkt wie ein Schutzschild gegen kurzfristige Marktschwankungen.
Die Energieversorgung in Deutschland ist derzeit gesichert. Aktuelle geopolitische Entwicklungen wirken sich jedoch auf die internationalen Energiemärkte aus und führen zu erhöhten Preisen und stärkerer Volatilität.
Für unsere Kunden bedeutet das: Kurzfristige Preissprünge am Großhandelsmarkt werden nicht unmittelbar und nicht vollständig weitergegeben, da wir Energie langfristig und vorausschauend beschaffen.
Wir beobachten die Lage kontinuierlich und passen unsere Beschaffungsstrategie entsprechend an. Unser Ziel bleibt eine sichere, wirtschaftliche und verlässliche Versorgung.
Wie der Energiehandel in Deutschland funktioniert und warum für SachsenEnergie neben der technischen Versorgungssicherheit die verlässliche Preisstabilität besonders wichtig ist, hat unsere Reporterin Livia an der Energiebörse EEX in Leipzig herausgefunden.
Szenenbeschreibung: Livia Beck vom #TeamSachsenEnergie steht vor dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und spricht in ein Mikrofon.
Livia: Strom wie Aktien handeln – wie funktioniert das denn?
Hallo Sachsen! Wir sind heute in Leipzig und klären, was Handeln an der Börse mit unserer stabilen Energie zu tun hat.
Text-Einblendung: IMPULS der Woche – Energiehandel
Szenenwechsel: Livia steht vor dem Gebäude der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig. Anschließend Übergang zu Interview mit Olaf Adermann, Bereichsleiter Energiewirtschaft bei SachsenEnergie.
Livia: Wie läuft das mit unserer stabilen Energieversorgung?
Olaf: Das eine ist die technische Sicherheit, die wir gewährleisten müssen, und das andere ist eine Preissicherheit, die wir erreichen wollen. Die Rolle der Kollegen, die in der Technik arbeiten und die in den Kraftwerken arbeiten: Das sind die Leute, die dafür sorgen, dass der Strom und das Gas immer bei unseren Kunden ankommen. Daneben gibt es dann die kaufmännische Seite – dass wir über Jahre hinweg Energie einkaufen, um sie dann an unsere Kunden zu liefern. Ein Kanal sind bilaterale Verträge und das andere ist der Funktionsmechanismus an der Börse, wo sehr, sehr große Volumina von Strom und Gas gehandelt und preislich abgesichert werden können. Es sind nur ein paar hundert Meter bis zum Sitz der EEX. Lass uns da mal hingehen.
Livia: Auf geht's.
Szenenwechsel: Livia führt in den Räumlichkeiten der EEX ein Interview mit Wolfgang Terber, Leiter Marktsteuerung EEX.
Livia: Handeln mit Aktien kenne ich ja. Aber wie handelt man eigentlich mit Energie?
Wolfgang: Nun, letztlich funktioniert der Handel an der EEX mit Energie auch nicht sehr viel anders, als Sie das von den Finanzmärkten beispielsweise mit Wertpapieren kennen.
Die EEX stellt eine elektronische Handelsplattform zur Verfügung, über die unsere Kunden Produkte mit unterschiedlichen Laufzeiten sicher und effizient handeln können.
Livia: Und was ist jetzt der Vorteil für den Kunden?
Wolfgang: Die EEX – die Börse – bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, Preise und Volumina abzusichern, sowohl kurzfristig am Spotmarkt als auch langfristig am Terminmarkt.
Text-Einblendungen: Terminmarkt = längerfristige Lieferverträge (bis 10 Jahre im Voraus), Spotmarkt = kurzfristig lieferbarer Strom (1-2 Tage)
Szenenwechsel: Livia steht wieder vor dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und spricht in ein Mikrofon.
Livia: Wir handeln unter anderem hier an der größten Energiebörse Europas für Sachsen und für eure Energiestabilität.
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