Warum wird in Löbtau die Fernwärme ausgebaut?
Das Gebiet ist mit seiner kompakten Bauweise gut für eine Fernwärmeerschließung geeignet. Die geschätzte Anzahl der Kundenanschlüsse und die mögliche Gesamtanschlussleistung von ca. 9,1 Megawatt führen zu einer CO₂-Einsparung von 45 % im Vergleich zur gegenwärtigen Versorgung – und perspektivisch nach Abschluss des Umbaus der Fernwärmeerzeugung zu 100 % CO₂-Einsparung.
Und wo genau wird gebaut?
Das Gebiet umfasst eine Fläche von ca. 0,4 km² und erstreckt sich vom Norden an der Kesselsdorfer Straße bis zum Süden an der Clara-Zetkin-Straße sowie vom Osten an der Deubener Straße bis zum Westen am Rhönweg sowie der Williamstraße.
Das klingt nach einer Menge Arbeit…
Die im Rahmen des Projektes zu errichtenden Fernwärmeversorgungsleitungen haben eine Gesamtlänge von ca. 3.959 m zuzüglich ca. 2.650 m Hausanschlussleitungen sowie ca. 138 Hausanschlussstationen. Der Ausbau der Versorgungsleitungen erfolgt dabei unter der Berücksichtigung einer Vollerschließung, wodurch jeder Eigentümer auch später die Möglichkeit hat sich anschließen zu lassen. Die Hausanschlüsse werden bei Vorliegen des Netzanschlussvertrages bzw. auch bei konkretem Anschlusswunsch mit verlegt.
Für die sogenannte „Bauscheibe 1“ fällt der Startschuss: Los geht es auf der Clara-Zetkin-Straße von der Hausnummer 30 bis Hausnummer 66. Auf einer Länge von 850 Metern verlegt SachsenEnergie Fernwärmerohre, die künftig zehn Mehrfamilienhäuser versorgen. Die Arbeiten auf der Clara-Zetkin-Straße finden in sechs Abschnitten statt. Zwei Bautrupps arbeiten immer parallel in jeweils kurzen Teilabschnitten, um die Einschränkungen innerhalb des Wohngebietes so gering wie möglich zu halten. Damit sind Umfahrungen jederzeit möglich und die Sperrungen der Parkflächen werden auf das Minimum reduziert. Die Fahrbahn in den jeweiligen Abschnitten muss voll gesperrt werden, die Fußwege sind eingeschränkt nutzbar.
Die Ausschreibung der Bauleistung ist erfolgt, im März 2026 ist mit einer Vergabe und der Finalisierung der Planungsphase für den 1. Bauabschnitt zu rechnen. Mit einem konkreten Baubeginn rechnet SachsenEnergie im Frühjahr, voraussichtlich Ende April. Ab dann wird die beauftragte Baufirma die Anwohnenden vor Beginn der Bauausführung über die konkreten Straßensperrungen und Einschränkungen informieren.
Update: Die Firma Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH hat den Zuschlag für die Bauausführung erhalten.
SachsenEnergie informiert im Rahmen zweier Bürgerdialog-Veranstaltungen über das gesamte Bauvorhaben. Im Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern kommen die Vorteile der Fernwärme zur Sprache. Klar wird, dass der Fernwärme-Ausbau wichtiger Teil der Dekarbonisierung und wichtig für die Kommunale Wärmeplanung der Landeshauptstadt Dresden ist. Der Gemeindesaal der Hoffnungskirche war gut gefüllt und die Fernwärme-Experten der SachsenEnergie beantworteten zahlreiche Fragen sowohl zur Rolle der Fernwärme für eine CO₂-freie Zukunft als auch zum konkreten Bauvorhaben.
| Ausbaugebiet Fernwärme | |
| Bauausführung 2026 | |
| Bauausführung ab 2027 | |
| Konkretisierung erfolgt nachgelagert | |
| Keine Fernwärme-Baumaßnahme vorgesehen |
Hier beantworten wir diejenigen Fragen zum Fernwärmeausbau in Löbtau, die bisher am häufigsten gestellt wurden.
Ziel ist der Anschluss des Gebiets an das Fernwärmenetz, um die Wärmelieferung im Quartier sicherzustellen und gleichzeitig den Transformationsprozess in der Stadt Dresden zu unterstützen. Schrittweise werden nichtfossile Energien das Gas ersetzen. Bei der Nutzung von Fernwärme ist zwar im ersten Schritt nur eine Umstellung auf eine andere gasbasierte Versorgung erfolgt, diese kann mit einem Transformationsplan weiter ergrünen.
Das Projekt hat im aktuellen Planungsstand eine Laufzeit von 2026 bis 2031. Die Bauscheibe 1 (Clara-Zetkin-Straße 30-66) dauert voraussichtlich von Mai 2026 bis Juni 2027. Künftig kann es noch weitere Abstimmungen mit Vorhabenträgern geben, um die Fernwärmebauarbeiten mit deren Bauvorhaben zu verknüpfen.
Ursprünglich sollte der Fernwärmeausbau im Gebiet ein EU-Fördermittelprojekt sein, was eine enge Zeitschiene und eine Vielzahl paralleler Baumaß-nahmen zur Folge gehabt hätte. Aus verschiedenen Gründen hat sich SachsenEnergie entschieden, diesen Plan nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den Ausbau komplett eigenwirtschaftlich umzusetzen. In unserem aktuellen Planungsstand gehen wir von Investitionskosten in Höhe von rund 11 Millionen Euro aus.
Nein, die Leitungen werden komplett unterirdisch verlegt. Das Stadtbild bleibt in seiner jetzigen Erscheinungsform erhalten und von der Maßnahme unberührt.
Denkmalschutz und historische Bausubstanz werden durch die Baumaßnahme nicht berührt. Es erfolgen lediglich Änderungen in den Heizungsräumen der Gebäude sowie durch die Verlegung unterirdischer Leitungen.
Während der Bauzeit kann es zu temporären Einschränkungen im Straßenverkehr kommen. Wir bemühen uns, diese so gering wie möglich zu halten und die Verkehrsführung klar verständlich zu gestalten. Gelegentliche Umleitungen oder Verzögerungen werden jedoch leider nicht ausbleiben.
In der näheren Umgebung können wir leider keine zusätzlichen Parkflächen schaffen. Während der Bauzeit kann es daher zu Einschränkungen beim Parken kommen. Wir empfehlen, auf alternative Parkmöglichkeiten in der Umgebung auszuweichen und bitten um Verständnis.
Während einer Vollsperrung sind die Stellflächen auf den betroffenen Grundstücken leider nicht erreichbar. Wir empfehlen, sich frühzeitig über alternative Parkmöglichkeiten in der Umgebung zu informieren. Wir bitten um Flexibilität und Verständnis während der entsprechenden Bauphase. Die Anwohnerschaft wird darüber über Hausaushänge frühzeitig von der bauausführenden Firma informiert.
Die Organisation der Müllentsorgung wird auch während der Bauzeit durch die Stadtreinigung übernommen. In enger gemeinsamer Abstimmung stellen wir sicher, dass die Abfuhr auch bei geänderten Verkehrs- und Zufahrtsbedingungen zuverlässig erfolgen kann.
Die Arbeiten im vergangenen Jahr dienten der sogenannten „Baufeldfreimachung“. Das sind wichtige Schritte, die Gelände und Gebiet für die jetzige Baumaßnahmen vorbereitet haben. Diese Vorbereitung war notwendig, um einen reibungslosen Ablauf der Hauptmaßnahme zu gewährleisten. Sprich: Beide Projektschritte sind aufeinander abgestimmt und entsprechend koordiniert.
Die dafür zuständigen Behörden haben SachsenEnergie zum jetzigen Zeitpunkt keine Maßnahmen zur grundlegenden Erneuerung der Fahrbahnoberfläche signalisiert. Daher wird mit dem Abschluss des Fernwärmeausbaus das vorhandene Kopfsteinpflaster wieder eingebaut.
Um die Fernwärme CO₂-neutral herzustellen, ist der Umbau des gesamten Erzeugerparks notwendig. Dazu sind enorme Investitionen in zahlreichen Einzelprojekten erforderlich (wie zuletzt z. B. die Erweiterung eines Wärmespeichers, Bau eines Gaskraftwerks, Betrieb von Großwärmepumpen). Die Liste dieser Projekte wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen (weitere Großwärmepumpen, Elektrodenheizkessel, Großwärmespeicher etc.).
Wir legen großen Wert darauf, das grüne Umfeld zu erhalten und nehmen entsprechend Rücksicht. Wo Eingriffe notwendig sind, stellen wir Grünflächen nach Abschluss der Arbeiten wieder her. Auch umgehen wir Bäume bewusst, sodass keine Fällungen vorgesehen sind.
Dies ist ein wichtiger Aspekt moderner Bauprojekte. Auch wenn der Fokus der Baumaßnahme auf der funktionalen Umsetzung liegt, achten wir auf einen
verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, kurze Transportwege und eine möglichst umweltschonende Bauabwicklung. Dazu gehört auch, bestehende Strukturen und Materialien sinnvoll weiterzuverwenden.
Während der Bauzeit lässt sich eine gewisse Beeinträchtigung durch Lärm und Staub leider nicht vollständig vermeiden. Wir setzen auf eine zügige und gut koordinierte Durchführung der Bauarbeiten, um die Belastung für Anwohnerschaft und Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Im Nachgang der zentralen Informationsveranstaltung (August 2025) wird aus dem Projekt heraus regelmäßig informiert. Zusätzlich zu dieser Projektwebseite kommunizieren wir in regelmäßigen Abständen über lokale Medien (Print und Online) sowie über Anwohner- und Baustelleninformationen.
Für grundsätzliche Fragen oder Anliegen rund um das Bauprojekt hat der zuständige Projektleiter von SachsenEnergie, Herr Rico Grunenberg, stets ein offenes Ohr. Für ganz konkrete Angelegenheiten vor Ort ist der Bauleiter der ausführenden Firma „Ludwig Pfeiffer“, Herr Sylvio Grahl, für Sie da.
Den Auftrag zur Schaffung eines Fernwärmeanschlusses können nur der Bauherr, Hauseigentümer bzw. Vermieter erteilen. Die Ansprechpartner von SachsenEnergie sind dafür erreichbar unter der Mailadresse Waermevertrieb@SachsenEnergie.de.
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