Wind ist eine heimische und erneuerbare Energiequelle, die schon heute eine zentrale Rolle für die Stromversorgung in Deutschland spielt: 2025 wurden durch Windenergieanlagen an Land und auf See 133,7 Terawattstunden Strom erzeugt. Windenergie ist damit der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix (Quelle: Umweltbundesamt).
SachsenEnergie will dazu beitragen, dieses Potenzial weiter zu erschließen. Als größter kommunaler Energieversorger Ostdeutschlands entwickeln wir Windparks, die wir langfristig selbst betreiben wollen. Von Beginn an suchen wir dabei den Austausch mit den Akteuren vor Ort. So wollen wir die Energieversorgung von morgen gemeinsam gestalten.
Status: Im Bau
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Status: In Planung
Status: In Planung
Status: In Vorplanung
SachsenEnergie verfügt über langjährige Erfahrung in der Windenergie. Seit 2021 bilden wir mit der Energieanlagen Frank Bündig GmbH ein schlagkräftiges Team. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft gehört zu den Pionieren der Windenergie in Sachsen und ist seit über 25 Jahren professioneller Ansprechpartner für die Planung, Flächensicherung und Genehmigung von Windenergieprojekten in Mitteldeutschland. Diese Expertise trifft auf das breite Leistungsspektrum der SachsenEnergie. Gemeinsam kümmern wir uns um alle Projektphasen - bis hin zum Betrieb der Windenergieanlagen und der Vermarktung des Stroms.
In Reinsdorf im Landkreis Zwickau errichtet SachsenEnergie einen Windpark nach neuesten Standards. Vier Anlagen wurden bereits in Betrieb genommen. Mit dem Projekt hat SachsenEnergie neue Wege beschritten und erstmals eine finanzielle Bürgerbeteiligung in Form eines Crowdfunding angeboten.
Im Crimmitschauer Ortsteil Mannichswalde entstehen vier moderne Anlagen, die ab 2027 voraussichtlich rund 70 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit die Energie sicher ins Netz gelangt, errichtet SachsenEnergie zusätzlich ein neues Umspannwerk. Über die Kommunalabgabe erhalten die Gemeinden im Umkreis der Anlagen finanzielle Mittel aus dem Ertrag des Windparks – Geld, das sie zum Beispiel für Kultur oder Infrastruktur einsetzen können.
Szene 1:
Moderatorin steht vor dem Ortseingangsschild von Wülknitz.
Moderatorin: Hallo Sachsen! Wir sind heute in Wülknitz. Hier im Ortsteil Streumen errichten wir gerade drei neue Windkraftanlagen.
Szene 2:
Moderatorin im Gespräch mit dem Bauleiter, im Hintergrund eine Windkraftanlage.
Moderatorin: Was hat sich hier getan?
Bauleiter: Seit September sind wir dabei, drei Windenergieanlagen zu errichten.
Vorspann: „IMPULS Windkraft Streumen“ über Drohnenaufnahmen des Windparks
Bauleiter: Das hier ist die leistungsstärkste Anlage, die wir bauen – mit 6,0 Megawatt. In den letzten Tagen wurde diese Maschine errichtet. Sie hat einen Rotordurchmesser von 136 Metern und eine Leistung von 4,2 Megawatt. Weiter hinten sehen wir die dritte Windenergieanlage.
Szene 3:
Beide stehen vor einem Umspannwerk.
Moderatorin: Was hat das Umspannwerk mit Windkraft zu tun?
Bauleiter: Es ist ein ganz wichtiger Teil des Gesamtprojekts.
Einblendung von Bildern aus dem Umspannwerk
Hier wird der Strom, der in den Windenergieanlagen erzeugt wird, ins öffentliche Netz eingespeist.
Szene 4:
Moderatorin nun mit dem Projektleiter vor einer Windkraftanlage.
Moderatorin: Das hört sich alles gigantisch an – aber was bringt es der Region?
Projektleiter: Unsere drei neuen Windenergieanlagen werden jährlich etwa 34 Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz einspeisen. Das entspricht dem Jahresbedarf von rund 11.000 Haushalten. Auch für unsere lokalen Partner lohnt sich das Projekt. Zum Beispiel haben wir über den Windpark einen Stromliefervertrag – ein sogenanntes PPA – mit der Ervin Germany GmbH abgeschlossen.
Einblendung: Produktionsbilder der Ervin Germany GmbH, heißer Fertigungsofen
Insgesamt haben wir rund 25 Millionen Euro investiert.
Szene 5:
Moderatorin wieder vor einer Windkraftanlage.
Moderatorin: Die drei neuen Windräder in Glaubnitz und Zeithain gehen ab Oktober nach und nach in Betrieb. Sie sind ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Erneuerbaren Energien – und machen unsere Region stark für die Zukunft.
Abspann mit Logo
[Musik]
Im Windpark Streumen (Landkreis Meißen) betreibt SachsenEnergie neun Anlagen mit einer Gesamtleistung von 32 Megawatt. Zuletzt hat der Kommunalversorger den Park 2023 um drei neue Windräder erweitert. Um die großen Mengen Strom ins Netz einspeisen zu können, wurde zudem ein neues Umspannwerk errichtet. Für die Unternehmen im Industriebogen Meißen ist der Windpark ein Standortfaktor.
Wir möchten unser Windpark-Portfolio weiter ausbauen. Deshalb suchen wir deutschlandweit Partner, die mit uns gemeinsam Projekte realisieren:
Flächeneigentümer:
Wir suchen Flächen für den Bau von Anlagen. Grundsätzlich kommen Acker-, Weide- und Grünlandflächen in Frage. Auch Waldflächen, ehemalige Deponien und rekultivierte Tagebauflächen bieten sich an. Gerne prüfen wir, ob Ihre Fläche geeignet ist.
Industriepartner:
Wir sind offen für Kooperationen mit Unternehmen, die für ihre Prozesse viel Strom benötigen und sich zukunftssicher aufstellen wollen.
Kooperationspartner:
Wir möchten gemeinsam mit Partnern in Infrastruktur (z.B. Netzanschluss) investieren.
Betreiber von Altanlagen:
Wir sind auf der Suche nach Windenergieanlagen, die zum Verkauf stehen oder für ein Repowering vorgesehen sind.
Windparks können nicht überall errichtet werden. Zunächst müssen geeignete Standorte identifiziert werden. Dabei sind viele Kriterien zu berücksichtigen, zum Beispiel ein ausreichend großer Abstand zu Wohngebäuden.
Wir tauschen uns mit den lokalen Vertretern aus Politik und Gesellschaft sowie Bürgerschaft und Grundstückseigentümern fortlaufend aus.
Der nächste wichtige Schritt ist die Planungs- und Genehmigungsphase, in der die eigentliche Planung der Windenergieanlagen erfolgt und unter anderem die Umwelt- und Immissionsschutzgutachten erstellt werden.
Innerhalb des Gesamtprozesses ist die Bauzeit der Anlage vergleichsweise kurz. Samt Fundament, Turm, Maschinenhaus und Rotorblättern dauert er etwa ein halbes Jahr.
Anwohner und Kommunen können unmittelbar von den Windprojekten profitieren, etwa in Form der finanziellen Beteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder über Bürgersparmodelle.
Wo ein neuer Windpark entsteht, profitiert auch die Region. Insbesondere durch die gesetzlich festgelegten Zahlungen erhalten Kommunen langfristig zusätzliche Einnahmen. Gemeinden im Umkreis von 2,5 Kilometern werden am Erlös der Windenergieanlagen beteiligt. Sie erhalten für jede erzeugte Kilowattstunde Strom 0,3 Cent. Die Hälfte dieser Gelder muss in den räumlich unmittelbar betroffenen Ortsteilen eingesetzt
werden. Mit diesen Erträgen können Kommunen freiwillige Aufgaben finanzieren.
So können Jahr für Jahr mehrere Zehntausend bis Hunderttausend Euro in die Region fließen. Geld, das vor Ort viel bewegen kann: Vereine stärken, Freizeitangebote ermöglichen, Infrastruktur verbessern oder neue Projekte für ein lebenswertes Miteinander unterstützen.
Für uns steht die langfristige Entwicklung der Regionen, in denen wir tätig sind, im Mittelpunkt. Deshalb sorgen wir dafür, dass ein spürbarer Teil der Wertschöpfung vor Ort bleibt und vergeben Aufträge bevorzugt an regionale Partner. Zudem gründen wir lokale Betreibergesellschaften, sodass auch die Gewerbesteuereinnahmen in der Kommune verbleiben.
Ein neuer Windpark bringt nicht nur Geld in die Gemeindekassen – er kann auch für die Menschen in der Umgebung einen persönlichen finanziellen Vorteil bedeuten. Dafür müssen Kommune und Betreiber eine Vereinbarung treffen, die eine Beteiligung für Einwohnerinnen und Einwohner vorsieht. Verschiedene Modelle sind möglich. Welches im konkreten Fall infrage kommt, entscheidet sich, nachdem die Genehmigung vorliegt – je nach Wirtschaftlichkeit des Projekts und weiteren Rahmenbedingungen.
So kann finanzielle Teilhabe aussehen:
Investieren und von einem attraktiven Zinssatz profitieren
Beim sogenannten „Crowdfunding“ (Schwarmfinanzierung) können Menschen vor Ort selbst in Erneuerbare Energien-Anlagen investieren. Sie profitieren dabei von attraktiven Zinsen und einer langen Laufzeit.
In Reinsdorf/Mülsen bei Zwickau hat SachsenEnergie im Frühjahr 2026 vier neue Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Während der Bauphase konnten sich die Menschen aus der Region am Crowdfunding beteiligen. Sie erhalten nun zehn Jahre lang Zinsen in Höhe von 5,5 Prozent (Basiszins) bzw. 7 Prozent (SachsenEnergie-Stromkunden). 117 Personen haben das Angebot genutzt und während der Bauphase zwischen 500 Euro und 10.000 Euro in den Windpark investiert.
Bonus für Stromkunden
Kundinnen und Kunden der SachsenEnergie, die im Umfeld der Anlagen wohnen, können eine jährliche Gutschrift erhalten.
Von der Planungsphase an, arbeiten wir eng mit den Kommunen zusammen und setzen auf Bürgerbeteiligung und Transparenz. Denn wir wissen: Die Energiewende für die Menschen vor Ort geht nur mit den Menschen vor Ort.
Es gibt verschiedene Gründe, warum Anlagen tatsächlich vorübergehend abgeschaltet werden. Ein Grund kann sein, dass z.B. bei starkem Wind zu viel Strom ins Netz eingespeist wird oder ein Überangebot an Strom die Netze blockiert. Dieses Problem kann durch die Nutzung des Stroms in anderen Sektoren, eine flexible Lastverschiebung und die konsequente Abschaltung von konventionellen Kraftwerken gelöst werden. Auch Wartungsarbeiten und Reparaturen sind ein Grund für zeitweise Abschaltungen. Ein weiterer Anlass für den Stillstand kann der Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu Brut- und Ausflugzeiten sein. Zum Schutz von Anwohnern werden Anlagen ebenfalls abgeschaltet, wenn sie bei tiefstehender Sonne länger als 30 Minuten am Tag Schatten auf anliegende Wohngebäude werfen.
Moderne Onshore-Windräder, die an Land aufgestellt sind, haben eine Nabenhöhe von ca. 150 bis 170 Metern. Daraus ergibt sich eine Gesamthöhe (bei senkrecht stehender Blattspitze) von etwa 230 bis 250 Metern. Diese Höhe ermöglicht es den Anlagen, stärkere und gleichmäßigere Winde zu nutzen. Dadurch erhöht sich die Stromproduktion des einzelnen Windrades – und weniger Anlagen müssen gebaut werden. Ein weiterer Vorteil: Weil sie weniger Umdrehungen benötigen, sind moderne Anlagen leiser und wirken in der Landschaft ruhiger.
Dass Windräder die größte Gefahr für Vögel sind, ist ein Mythos. Andere Einflüsse wiegen deutlich schwerer. So sterben in Deutschland zwischen 20 Mio. und 100 Mio. Vögel jährlich durch Hauskatzen, ca. 70 Mio. im Straßen- und Bahnverkehr. Richtig ist: Wenn Vögel Windräder zu spät wahrnehmen, können sie zu Schaden kommen. Jährlich sterben in Deutschland zwischen 10.000 und 100.000 Vögel durch Windenergieanlagen. Um die Tiere zu schützen, halten die Betreiber von Windenergieanlagen deshalb umfangreiche Vorschriften ein und setzen zusätzliche Schutzmaßnahmen um. Dazu gehört zum Beispiel das Abschalten der Windenergieanlagen während der Ernte oder Bodenbearbeitung angrenzender Felder.
(Quellen: Naturschutzbund Deutschland, Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten)
Unter Infraschall versteht man Schallwellen mit einer Frequenz von weniger als 20 Hertz. Diese liegen unterhalb der Hörschwelle des Menschen, können aber als Vibration wahrgenommen werden. Infraschall kann natürlich (z. B. Windströmungen) oder künstlich (z. B. Verkehr) entstehen. Viele Infraschallquellen umgeben uns ständig. Durch die Wechselwirkung zwischen Rotorblättern („Flügeln“) und Luft erzeugen auch Windenergieanlagen Infraschall. Messungen zeigen, dass ihre Infraschallpegel deutlich unter den Grenzwerten liegen, die als bedenklich gelten (Quelle: Umweltbundesamt).
Dass Windräder lange im Verdacht standen, gesundheitsschädlich zu sein, beruht auf einem Rechenfehler. 2009 bescheinigte eine Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Windrädern hohe Infraschallwerte. Dabei wurde jedoch das Drucksignal falsch in Schalldruckpegel umgerechnet. Dadurch wurde der Infraschall von Windenergieanlagen 4000-mal höher eingeschätzt als er tatsächlich ist. Nach jahrelangen Protesten von Fachleuten räumte die BGR 2021 den Fehler ein.
Die Fläche, die während der gesamten Betriebsdauer einer Windenergieanlage versiegelt ist, ist vergleichsweise gering. Vollständig versiegelt wird lediglich der Bereich des Fundaments. Bei einem Fundamentdurchmesser von rund 25 Metern entspricht dies einer Fläche von etwa 500 m², also ungefähr der Grundfläche von drei Einfamilienhäusern. Weitere benötigte Flächen, beispielsweise für Wege oder Kranstellflächen, werden lediglich geschottert und nicht vollversiegelt. Die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft müssen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens entsprechend ausgeglichen werden.
Gut zu wissen: Nach Ende der Betriebsdauer werden die Windenergieanlagen vollständig zurückgebaut, einschließlich des gesamten Fundaments.
Was umgangssprachlich als „Wind im Wald“ betitelt wird, ist mit „Windenergie auf forstwirtschaftlichen Nutzflächen“ deutlich besser umschrieben, denn Waldgebiete mit besonders wertvollen Laub- und Mischwäldern oder Schutzgebiete mit besonders hoher ökologischer Wertigkeit für Mensch und Tier sind von der Windenergienutzung stets ausgeschlossen. In den forstwirtschaftlichen Nutzflächen kann die Windenergie ein wichtiger Partner sein, um den klimagerechten Umbau zu stabilen Mischwäldern voranzubringen. Bevorzugt werden durch Dürre und Schädlinge verursachte Kahlflächen genutzt. Wenn für die Errichtung von Windparks Rodungen anfallen, sind diese oft nur kleinflächig und werden durch Neuanpflanzungen wieder ausgeglichen.
Ja. Nach dem Ende der Betriebsdauer werden die Windenergieanlagen vollständig, d.h. inklusive des kompletten Fundaments, zurückgebaut.
Ein großer Teil der Materialien von Windenergieanlagen kann über bestehende Verwertungswege einer weiteren Nutzung zugeführt werden. Windräder bestehen zu mehr als 80 Prozent aus Stahl und Beton. Die Betonteile des Fundaments finden nach einer Aufbereitung als Recyclingbeton beispielsweise im Straßenbau Verwendung. Die Stahlsegmente gehen zurück ins Stahlwerk. Aufgrund der Zusammensetzung aus Glasfaser-, Kohlefaser- und anderen Kunststoffen ist das Recycling der Rotorblätter etwas aufwendiger. Sie werden in spezialisierten Anlagen verwertet und als Sekundärmaterial aufbereitet, z. B. für die Zementindustrie.
(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien e. V.)
Bei direkter Sonneneinstrahlung werfen Turm und Rotor einer Windenergieanlage Schatten. Wenn sich die Anlage dreht, wird das Licht auf bestimmten Flächen im Umkreis in regelmäßigen Abständen heller und dunkler. Das Auftreten des Schattenwurfs hängt vom Standort und der Größe der Windenergieanlage und vom Wetter ab.
In der Planungsphase von Windenergieprojekten untersuchen Gutachter die Auswirkungen von Schattenwurf. Dazu legen sie Punkte in der Umgebung fest, für die sie die zu erwartende Schattenwurfdauer berechnen. Grundlage für die Berechnung ist der Sonnenstand.
Damit Menschen in der Nähe von Windparks nicht gestört werden, gibt es klare Vorgaben des Gesetzgebers. Für den Schattenwurf der Rotorblätter gibt die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz vor: Eine Windenergieanlage muss vorübergehend abgeschaltet werden, wenn ihr Schatten real länger als 30 Minuten am Tag auf ein Wohnhaus fällt. In Summe dürfen Windräder nur acht Stunden pro Jahr Schatten auf ein Wohnhaus werfen. Ist das Kontingent aufgebraucht, müssen sie vorübergehend abgeschaltet werden.
Windenergieanlagen müssen ab einer Gesamthöhe von 100 Metern nachts durch Lichtsignale gekennzeichnet werden. Die blinkenden Lichter werden von Anwohnern häufig als störend empfunden. Die Branche hat jahrelang für die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung gekämpft. Jetzt hat der Bund dafür die Voraussetzungen geschaffen und Systeme zugelassen. Deutschlandweit werden die Anlagen nun mit dieser Technologie ausgestattet. Nur wenn Flugobjekte erkannt werden, geht die Beleuchtung an. Gut 90 Prozent weniger Lichtaktivität sind das Ergebnis.
Es dauert nur drei bis sieben Monate, bis ein Windrad so viel Energie produziert hat, wie für seine Herstellung, den Betrieb und die Entsorgung insgesamt aufgewendet werden muss. Außerdem zeigt eine Studie des Umweltbundesamt: Auf den gesamten Lebenszyklus eines Windrads gerechnet, werden je Kilowattstunde Strom nur 7,9 bis 10,6 Gramm CO₂-Äquivalente ausgestoßen (je nach Standort). Zur Einordnung: Im deutschen Strommix von 2020 waren es pro Kilowattstunde Strom insgesamt 366 Gramm (Quelle: Umweltbundesamt).
Untersuchungen und Abschätzungen deuten darauf hin, dass der Abrieb von Windenergieanlagen im Vergleich zu anderen Quellen von Mikroplastik deutlich geringer ausfällt. Für das Jahr 2020 hatte der Deutsche Bundestag eine Worst-Case-Abschätzung für alle Windenergieanlagen in Deutschland durchgeführt und ist auf einen maximalen Abrieb von 1.395 Tonnen pro Jahr gekommen. Dem zugrunde lagen jedoch Annahmen für sehr extreme Szenarien. Der tatsächliche Wert dürfte deutlich niedriger liegen – bei wenigen hundert Gramm pro Anlage und Jahr. Eine Untersuchung in Norwegen ergab einen Abrieb von ca. 200 Gramm Mikroplastik pro Jahr und Windenergieanlage. Zum Vergleich: Der Abrieb von Schuhsohlen liegt bei etwa 8.720 Tonnen pro Jahr, der von Autoreifen sogar bei 98.280 Tonnen! Quellen: Quellen: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Bundesverband Erneuerbare Energien e. V.)
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