Im Regelbetrieb der Wasserwerke und normalen Entnahmesituationen gestaltet sich die Trinkwasserversorgung der Stadt Dresden wie folgt:
Altfranken, Brabschütz, Briesnitz, Coschütz & Gittersee, Gompitz, Gorbitz, Kleinpestitz & Mockritz, Leuteritz, Merbitz, Mobschatz, Naußlitz, Ockerwitz, Pennrich, Plauen, Podemus, Räcknitz & Zschertnitz, Rennersdorf, Roitzsch, Steinbach, Unkersdorf, Zöllmen
Blasewitz, Cossebaude & Oberwartha, Cotta, Friedrichstadt, Großzschachwitz, Gruna, Innere Altstadt, Innere Neustadt, Johannstadt, Kleinzschachwitz, Laubegast, Leuben, Leubnitz-Neuostra, Löbtau, Lockwitz, Niedersedlitz, Pirnaische Vorstadt, Prohlis, Reick, Seevorstadt-Ost & Großer Garten, Seidnitz & Dobritz, Strehlen, Striesen, Südvorstadt, Tolkewitz & Seidnitz-Nord, Wilsdruffer Vorstadt & Seevorstadt-West
Hosterwitz & Pillnitz
Albertstadt, Äußere Neustadt, Bühlau & Weißer Hirsch, Dresdner Heide, Flughafen & Industriegebiet Klotzsche, Gönnsdorf & Pappritz, Hellerau & Wilschdorf, Hellerberge, Kaditz, Klotzsche, Langebrück, Leipziger Vorstadt, Loschwitz & Wachwitz, Mickten, Pieschen-Nord & Trachenberge, Pieschen-Süd, Radeberger Vorstadt, Schönfeld, Trachau, Weißig, Weixdorf (Süd)
Schönborn, Weixdorf (Nord) & Marsdorf
Trinkwasser enthält natürlich vorkommende Mineralstoffe. Diese entstehen, wenn Wasser durch verschiedene Gesteinsschichten fließt.
Natürlich vorkommender Mineralstoff im Trinkwasser. Kalzium trägt zur Wasserhärte bei und ist wichtig für Knochen und Zähne.
Magnesium kommt natürlich im Grundwasser vor und beeinflusst gemeinsam mit Kalzium die Wasserhärte.
Natrium ist ein natürlicher Bestandteil vieler Grundwässer und entsteht durch geologische Prozesse.
Eisen kann in geringen Mengen im Rohwasser vorkommen und wird im Wasserwerk weitgehend entfernt.
Chlorid ist ein natürlicher Bestandteil des Wassers und kann den Geschmack leicht beeinflussen.
Sulfat entsteht durch die Lösung von Mineralien aus dem Gestein und ist ein natürlicher Bestandteil von Trinkwasser.
Die Wasserhärte beschreibt den Gehalt an Calcium und Magnesium im Trinkwasser. Diese Mineralstoffe entstehen, wenn Wasser durch verschiedene Gesteinsschichten fließt. Je nach Herkunft des Wassers kann die Wasserhärte unterschiedlich sein.
0 – 8,4 °dH
Enthält wenig Calcium und Magnesium. Geräte verkalken langsamer.
8,4 – 14 °dH
Normale Wasserhärte im Trinkwasser.
über 14 °dH
Enthält mehr Mineralstoffe und kann schneller zu Kalkablagerungen führen.
Je nach Wasserhärte können sich Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten bilden. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Geräte schützen.
Die Dosierung von Waschmittel sollte an die Wasserhärte angepasst werden. Bei hartem Wasser wird mehr Waschmittel benötigt als bei weichem Wasser.
Kalk kann sich im Wasserkocher ablagern. Durch regelmäßiges Entkalken bleibt das Gerät effizient und spart Energie.
Moderne Spülmaschinen können auf die Wasserhärte eingestellt werden. Das verhindert Kalkablagerungen und sorgt für bessere Reinigung.
Die SachsenEnergie AG überwacht die Qualität des Dresdner Trinkwassers kontinuierlich und führt seit mehr als einem Jahrzehnt Sonderuntersuchungen auf per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) durch – sowohl im Rohwasser als auch im aufbereiteten Trinkwasser.
Die Ergebnisse zeigen durchgehend sehr niedrige Konzentrationen, die deutlich unterhalb der geltenden und ab 12. Januar 2026 verbindlichen Grenzwerte liegen:
- Summe PFAS-4: Grenzwert 0,02 µg/L
- Summe PFAS-20: Grenzwert 0,10 µg/L
TFA ist chemisch verwandt mit PFAS, gehört jedoch nicht zu den regulierten Stoffgruppen PFAS-4 oder PFAS-20. Es entsteht unter anderem beim Abbau fluorierter Kältemittel und Pflanzenschutzmittel und ist in der Umwelt weit verbreitet.
Wir verfolgen die wissenschaftliche Diskussion und die Risikobewertungen des Umweltbundesamtes und des Bundesinstituts für Risikobewertung aufmerksam und führen eigene Analysen durch – über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Die gemessenen Konzentrationen in Dresden lagen in den letzten sechs Jahren zwischen 0,7 und 2,5 µg/L. Damit liegen sie deutlich unter dem früheren gesundheitlichen Orientierungswert (3 µg/L) und weit unter dem aktuellen Leitwert des Umweltbundesamtes (60 µg/L). Nach derzeitigem Stand besteht keine unmittelbare gesundheitliche Gefährdung.
Technische Möglichkeiten und Grenzen
PFAS und TFA sind aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften mit klassischen, naturnahen Aufbereitungsverfahren wie Flockung und Filtration nicht entfernbar. Auch handelsübliche Haushaltsfilter, insbesondere Aktivkohlefilter, zeigen bei TFA keine ausreichende Wirksamkeit. Effektivere Verfahren wie Umkehrosmose oder Ionenaustauscher sind technisch möglich, jedoch kostenintensiv, wartungsaufwendig und erzeugen konzentrierte Abfälle, die sicher entsorgt werden müssen.
Für die öffentliche Trinkwasserversorgung gilt: Aktuell überschreiten die gemessenen Werte keine Grenzwerte und sind nach derzeitigem Stand nicht gesundheitsrelevant. Dennoch beobachten wir die Entwicklung dieser und anderer Stoffgruppen kontinuierlich, tauschen uns mit Behörden, Forschungseinrichtungen und anderen Versorgern aus und verfolgen das Ziel, frühzeitig Trends zu erkennen und Quellen zu identifizieren.
Unser Ansatz: Vorsorge statt Nachsorge
Wir sind überzeugt, dass eine dauerhaft sichere und naturnahe Trinkwasserversorgung nur möglich ist, wenn das Verursacherprinzip konsequent angewendet wird und PFAS-Einträge in die Umwelt reduziert werden. Denn neben Trinkwasser tragen auch andere Quellen wie Lebensmittel, Kosmetika, Haushaltsgegenstände und Textilien erheblich zur Aufnahme von PFAS in den menschlichen Organismus bei.
Die SachsenEnergie AG stellt die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen sicher und informiert transparent über neue Entwicklungen. Die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden hat für uns oberste Priorität.
Nein. Das Dresdner Trinkwasser erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen und liegt auch im Hinblick auf PFAS deutlich unter den künftigen Grenzwerten. Eine zusätzliche Filterung ist aus fachlicher Sicht nicht erforderlich.
Aktivkohlefilter, wie sie in vielen Haushaltsgeräten verwendet werden, sind bei TFA kaum wirksam. Effektivere Verfahren wie Umkehrosmose oder Ionenaustauscher sind technisch möglich, aber teuer und wartungsintensiv.
Die gemessenen Konzentrationen der relevanten PFAS-Gruppen liegen deutlich unter den Grenzwerten:
- Summe PFAS-4: unter 0,02 µg/L
- Summe PFAS-20: unter 0,10 µg/L
Auch über das gesamte Stadtgebiet hinweg konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden.
In den letzten sechs Jahren lagen die Werte zwischen 0,7 und 2,5 µg/L – weit unter dem Leitwert des Umweltbundesamtes von 60 µg/L.
Ja. Neben Trinkwasser tragen Lebensmittel, Kosmetika, Haushaltsgegenstände und Textilien erheblich zur Aufnahme von PFAS bei. Die Belastung durch Trinkwasser ist im Vergleich dazu sehr gering.
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